In Krankheit

 

Jesus, Meister, erbarme Dich meiner.

Herr, ich habe keinen Menschen.

Herr, ich bin nicht würdig, daß Du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur Ein Wort, so wird Dein Knecht gesund.

 

Vater, es fällt mir schwer, zu sagen:“ Dein Wille geschehe.“. Ich bin niedergeschlagen und habe keinen Mut mehr. Die Schmerzen sind unerträglich.

Alles, was mein Leben ausgemacht hat, scheint mir weit weg: die Menschen, die zu mir gehören, meine Arbeit, meine Freuden, mein ganz alltägliches Tun.

Auch wenn ich mutlos bin, Herr, ich will versuchen, ja zu sagen zu dem, was ist: zu meinen Schmerzen, zu meiner Schwäche, zu meiner Hilflosigkeit. Ich will alles ertragen, so gut es geht.

Laß mein Leiden nicht umsonst  sein. Vielleicht nützt es denen, die für Dich arbeiten und kämpfen. Dein Wille geschehe. Dein Sohn hat am Kreuz gezeigt, daß Leiden nicht umsonst ist.. Ich danke Dir, daß ich das weiß. Segne mich, Vater. Segne alle Menschen, die mir Gutes tun und mir helfen. Segne alle, die wie ich leiden müssen. Und wenn Du willst, laß mich und die anderen gesund werden. Amen

 

 

 

„Herr, wenn Du willst, kannst Du mich gesund machen.“

So rufe ich in meiner Krankheit zu Dir. Du hast die Kranken geheilt, Du hast unsere Krankheiten auf Dich genohmen und unsere Schmerzen getragen. Durch Deine Wunden sind wir geheilt. Ich bitte nicht: laß mich sogleich geheilt werden.

Ich bitte nur: gib mir die Kraft, mein Kreuz mit Dir zu tragen. Laß mich Dein Gebet am Ölberg mitsprechen:“ Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe.“ Gib mir Anteil an Deiner Geduld. Wecke in mir die Hoffnung auf Deine Güte und Macht. Im Vertrauen auf Deine Liebe laß mich mit Dir gehen durch Kreuz und Leid zur österlichen Freude und zur Herrlichkeit der Auferstehung. Amen

 

 

Vater im Himmel, es will mir noch nicht gelingen, diese Krankheit anzunehmen. Ungeduldig warte ich darauf, wieder gesund zu werden. Hilf mir, daß ich zur Ruhe komme und erkenne, daß Du es so willst. Vielleicht ist diese Zeit ganz heilsam für mich. Ich kann mich wieder auf Dich besinnen und fragen, was Du mit mir vorhast. Zeig mir, was ich in meinem Leben ändern, was ich geduldiger und liebevoller tragen soll. Zeig mir auch den Unfrieden meines eigenen Herzens und hilf mir, ihn zu überwinden. Gib mir Deinen Frieden. Laß mich wieder Hoffnung haben und durch meine Hoffnung anderen Mut machen. Amen


Herr,
immer wieder frage ich, warum?
Warum gerade ich?
Warum geht es Menschen,
die nicht nach dir fragen, so gut?
Womit habe ich das verdient?
Ich bin doch auch nicht schlechter als andere.
Herr, hilf mir,
dass sich meine Gedanken nicht wund reiben,
wenn die Fragen ohne Antwort bleiben.
Herr, vieles,
was mein bisheriges Leben bestimmt,
hat durch die Krankheit
seine Wichtigkeit verloren;
hilf mir zu erkennen, was Bestand hat vor dir.
Ich will die Krankheit nicht als Strafe
und Gericht ansehen,
sondern als Herausforderung
zum Wachsen und Reifen.