Kampen Zigarrenstadt
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Das Entstehen und der Gebrauch von Bauchbinden

Wann die Bauchbinde zuerst gebraucht wurde ist niemals genau festgestellt worden, aber wohl ist bekannt dass schon 1890 Zigarren beringt wurden.
Es handelte sich hier um einen dünnen Streifen Papier versehen mit Text und Abbildung. Erst viel später gab es eine gewisse Struktur in Text und Abbildung.
Am Anfang gebrauchte jeder Fabrikant dieselben Binden und erst nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Binden introduziert, mit den der Fabrikant "Reklame" machte für seine eigene Marke und seinen eigenen Namen.

Die Bauchbinden kann man in verschiedenen Zeitspannen und Kategorien einteilen. So gibt es eine Zeit, in der man sprach von klassischen Binden wie z.B. Bismarck. Weiterhin gab es klassische Binden mit allerhand Abbildungen von Vögeln bis zu Monumenten und geschmückt mit Blattgold, oft mit Typbezeichnung wie z.B. Flor Fina aber ohne Fabriknamen. Diese Binden werden auch wohl Binden mit GK und HS Nummern genannt und sie werden nach Nummer gesammelt.
Gk ist die Abkürzung von Gerhard Klingenberg aus Detmoldt und HS von Hermann Schött aus Creefeld, beide deutsche Druckereien von Bauchbinden.

Die bekanntesten holländischen Druckereien waren VDE (Vrijdag Drukkerij Eindhoven) und Emmanuel Smeets aus Weert. Diese klassischen Binden sollten die ausgezeichnete Qualität der Zigarre zum Ausdruck bringen. Ob das immer zutraf ist äusserst zweifelhaft.
Die zweite Periode ist die der sogenannten Phantasie- und Fabrikbinden.


Die Phantsiebinden sind Binden die eine Namen- oder Tytpbezeichnung hatten wie z.B elegant, senator, succes und viele andere Bezeichnungen jedoch ohne Firmanamen.

Es gab spezielle Druckereien wie z.B. vorhergenannten Emmanuel Smeets, die einen Katalog mit verschiedenen Binden herausgaben.
Vertreter besuchten die Zigarrenfabriken um Bestellungen aufzunehmen. Die Firmabinden sind Binden auf den neben einer allgemeinen Typbezeichnung auch die völlige Firmaname oder nur die Initialen gedruckt wurden. Beide Typen wurden bis Ende der siebziger Jahre gebraucht.
Die dritte periode ist die Periode in der die Binde gebraucht wurde als Reklamemittel
beziehungsweise Sammelobjekt. Auf diese Weise versuchte man den Namen bekannt zu machen um so den Umsatz zu steigern. Es ist überdeutlich dass namentlich die grossen Zigarrenfabriken versuchten mittels der kleinen Binde um die Zigarre und mittels der grossen Binde unter in der Kiste/Schachtel den Raucher dazu zu bringen um gerade ihre Zigarren zu kaufen.
Natürlich war auch die Sammelwut ein Grund um regelmässig die Marke zu wechseln.Es wurden sogar spezielle Alben herausgegeben in den man die Binden einkleben konnte.
Die bekanntesten sind die Alben von Washington, in den die Geschichte der Vereinigten Staaten, die Raumfahrt und die Malerei behandelt werden.
Die Bauchbinde wurde auch gebraucht um Werbung zu machen für Privatbetriebe.

Es gab spezielle Firmen, die den Zigarren versahen mit einer Reklamebinde von Betrieben, Vereinen usw.
Eine der bekanntesten ist Abonne. Diese Firma hat tausende von Reklamebinden auf den Markt gebracht.Daneben gaben die meisten Zigarrenfabriken selbst Reklamebinden in kleineren Mengen heraus.
Als Leser könnten Sie denken, dass die Bauchbinde nur gebraucht wurde als Sammelobject. Dem ist aber nicht so.
Davidoff sagt, dass die Bauchbinde die Funktion hat um der Zigarre ein "gutes
Äusseres" zu geben. Ebenfalls hat die Binde noch eine andere Funktion nämlich um die Zigarre während des Rauchens zu schützen.
Die Zigarre wird nämlich zwischen Mittel- und Zeigefinger festgehalten (genau an der Stelle wo sich die Binde befindet) und auf diese Weise schützt die Binde die Zigarre vor Schweiss und Schmiere. Eine andere Funktion der Binde war das Schützen und das an der richtigen Stelle halten der Steuerbandarole.
Auch würde der Raucher sehen können in wiefern die Zigarre ohne Qualitätsverlust geraucht werden kann. Tatsächlich, bis zur Binde.

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